
Die Eroberung des dritten Pols.
bq. „Hillary zückt die Kamera und macht ein paar Fotos, darunter jenes, das berühmt geworden ist: Tenzing hält seinen Schweizer Eispickel in die Luft. Nicht wie ein Eroberer steht er dort oben. Sondern wie einer, der gekommen ist, seinen Respekt zu erweisen. Tenzing kann von hier aus als erster Sherpa die beiden heiligsten Klöster seines Volkes gleichzeitig sehen: links das Kloster Tengboche in Nepal und rechts das Kloster Rongbuk in Tibet. Ihm kommt der Gipfel vor wie „eine Henne“, und in den anderen Bergen sieht er „Küken unter ihren Schwingen“; die Aussicht ist „wild, wunderbar und schrecklich“.“

Eine Antwort
Eine schöne und beängstigende Vorstellung. Da oben.
Eroberung und Respekt … beim ersten kommt sich der Mensch grösser und mächtig vor, beim anderen fühlt er sich kleiner bis winzig (wo er doch immer gleich gross ist). Tenzing hat meine ganze Sympathie.
„… Aber es fällt schwer, wütend zu bleiben, wenn es so viel Schönheit auf der Welt gibt. Manchmal habe ich das Gefühl, all die Schönheit auf einmal zu sehen. Doch das ist einfach zu viel. Mein Herz fühlt sich dann an wie ein Ballon, der kurz davor ist zu platzen. Und dann geht mir durch den Kopf, ich sollte mich entspannen. Und aufhören zu versuchen, die Schönheit festzuhalten. Dann durchfließt sie mich wie Regen, und ich kann nichts empfinden ausser Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment meines dummen kleinen Lebens.“ (Lester Burnham, American Beauty)