{"id":508,"date":"2002-01-28T10:34:00","date_gmt":"2002-01-28T08:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/groscurth.com\/wordpress\/?p=508"},"modified":"2002-01-28T10:34:00","modified_gmt":"2002-01-28T08:34:00","slug":"microsoft_word_1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/groscurth.com\/wordpress\/2002\/01\/28\/microsoft_word_1\/","title":{"rendered":"Microsoft Word hat ein korrupte Datei entdeckt"},"content":{"rendered":"<ul>&#8222;Microsoft Word hat ein korrupte Datei entdeckt&#8220;<\/ul>\n<p>Vor mir liegt ein Blatt Papier auf dem mit Bleistift geschriebene Textformatierungen notiert sind. Anmerkungen zum Seitenformat: 4 cm Rand an allen Seiten, Bundsteg = 0 cm, Abstand vom Seitenrand, Kopfzeile = 1,2 cm und Fu\u00dfzeile = 1,25 cm. Titel = Times New Roman, 18pt, standard, Abstand vor = 0pt, Abstand nach = 6pt. Fu\u00dfnoten bitte im Blocksatz, 8pt und h\u00e4ngendem Einzug = 0,24 cm.<\/p>\n<p>Moderne Textbearbeitung arbeitet so, wird man mir antworten. Das ist richtig, und ich glaube sagen zu k\u00f6nnen moderne Textverarbeitung arbeitet vor allem mal so und mal so. N\u00e4mlich ganz in Abh\u00e4ngigkeit von Betriebssystem und der verwendeten Software, die vermutlich fast \u00fcberall Microsoft`s &#8222;Word&#8220; sein d\u00fcrfte. Das Problem, das ich hier darzustellen versuche, offenbart sich momentan nur in einem kartellrechtlichen Verfahren gegen den Gates Konzern. Da scheint sich eine Kraft etabliert zu haben, die den Staat auf den Plan ruft. Man zeigt sich zumindest nicht ganz unber\u00fchrt von den globalen Machenschaften des Soft- und Hardware Giganten. Allein die bisherigen Ergebnisse dieses Prozesses geben Anlass zu Misstrauen. Liegt es \u00fcberhaupt im Interesse einer Regierung, die mit dem Silicon Valley die Startrampe ins digitale Business geschaffen haben, dessen ber\u00fchmtesten Spross zu stutzen? Steht nicht gerade Microsoft f\u00fcr s\u00e4mtliche &#8222;achievements&#8220;, nach denen der technologisierte Westen lechzt?<\/p>\n<p>Ich will jetzt nicht im Detail aufz\u00e4hlen, was das nun tats\u00e4chlich f\u00fcr Errungenschaften sind. Ich finde es erschreckend zu bemerken, das das worauf sich, berechtigt oder nicht, unsere Hoffnung auf ein digitalisiertes (Arbeits-, Freizeit- ?) Leben gr\u00fcndet einzig und allein von einer Person bzw. einem Unternehmen entwickelt respektive verkauft wird. Wer bestimmt die Standards der g\u00e4ngigen Software? Wer herrscht \u00fcber die digitalen Codes? Wer sorgt sich darum, das ein heute verfasstes Dokument in 10 oder 20, geschweige denn 200 oder 2000 Jahren noch lesbar ist, wenn es schon morgen bei meinen Arbeitskollegen nicht mehr zu \u00f6ffnen ist, weil er ein altes Office XY hat?<\/p>\n<p>Das hat nicht nur Relevanz bei Gesch\u00e4ftskorrespondenz, die \u00fcber Jahre aufgehoben werden muss. Das Digitale wird unser Leben stark ver\u00e4ndern, nicht nur die Wirtschaft wird nach digitalen Regeln funktionieren.<\/p>\n<p>Sinnvoll ist auch ein Blick auf die Medien. Auf die Kultur. Unser kollektives und individuelles Ged\u00e4chtnis speichern wir, wann immer wir k\u00f6nnen (Die Frage wo wir es speichern stellt sich ja gar nicht mehr. Informationen  sind \u00fcberall erreichbar). Dabei scheinen wir getrieben vom st\u00e4ndig m\u00f6glichen Systemabsturz, der wie ein Damoklesschwert \u00fcber allem h\u00e4ngt und denken nicht daran, ob all das abgelegte sp\u00e4ter einmal entziffert werden kann. Werden sich Soft- und Hardware weiter so rasant entwickeln, wie heute die Versionen von &#8222;Word&#8220;, dann werden wir wohl erleben, wie unser Wissen zwar \u00fcberall ist, aber nirgends zu lesen ist. Forscher werden dann versuchen zu entschl\u00fcsseln, wie wir wohl gelebt haben, was uns bewegt hat, was unser Antrieb war. Damit tun sie es jenen gleich, die H\u00f6hlenmalereien zu dechiffrieren versuchen. Allerdings r\u00e4tseln sie nicht nach  80.000, sondern nach 80 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Microsoft Word hat ein korrupte Datei entdeckt&#8220; Vor mir liegt ein Blatt Papier auf dem mit Bleistift geschriebene Textformatierungen notiert sind. Anmerkungen zum Seitenformat: 4 cm Rand an allen Seiten, Bundsteg = 0 cm, Abstand vom Seitenrand, Kopfzeile = 1,2 cm und Fu\u00dfzeile = 1,25 cm. 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